Der Alcazar von Sevilla ist ein Stadtpalast und liegt südwestlich der Kathedrale von Sevilla. Der festungsartige Stadtpalast in Sevilla diente ursprünglich den maurischen Sultanen als Wohnsitz. Seit der Eroberung im Jahr 1248 bis heute ist er die offizielle Residenz der spanischen Könige und damit die älteste noch erhaltene Königsresidenz Europas. Die Errichtung des Palastes hat eine lange Geschichte. Den Grundstein legten die Mauren bereits im Jahr 913. Die Blütezeit und Hauptbauphase fiel jedoch in die Regierungszeit von Pedro I. im 14. Jahrhundert. Mit den wunderschönen Gärten, welche die Gartenbaukunst des Islams mit der Renaissance vereinen sowie den Innenhöfen und den prachtvollen und filigranen Ornamenten lässt der im Mudéjar-Stil errichtete Alcázar seine Besucher bereits beim ersten Anblick an die Geschichten aus 1001 Nacht denken.
Den bezaubernden Mittelpunkt des Palastes bildet der Mädchenhof – der Patio de las Doncellas. Prachtvolle Zackenbogen, von Marmorsäulen getragene Oberwände, Verkleidungen von Azulejos und Stuckornamenten verzaubern durch ihre Verspieltheit. Der Salón de los Embajadores, der Gesandtensaal, ist der älteste und mit den arabischen Schriftzeichen und den Azulejos auch der schönste Saal im Alcázar. Unter einer prachtvollen Stalaktiten-Kuppel aus Zedernholz befindet sich eine Feskoreihe mit Bildnissen der spanischen Könige.
UNESCO Weltkulturerbe
Der Alcazar ist seit 1987 ein UNSECO Weltkulturerbe.
Die Hauptsaison ist von April bis September, die Nebensaison von Oktober bis März. Der Real Alcazar ist zudem geschlossen am 1. und 6. Januar sowie an Karfreitag und am 25. Dezember.
Reales Alcázares de Sevilla
Patio de Banderas, s/n
41004 Sevilla
http://www.alcazarsevilla.org/